Frissell will´s wissen!

Borussias Stürmer wird heute 22 Jahre alt / International schon viel herumgekommen / Ehrgeiz, Wissbegier, starker Wille – gute Voraussetzungen für den nächsten Schritt

FC Utrecht, FR Botafogo, Hapoel Tel Aviv, Escazuenza FC, Luxol St. Andrews: Niederlande, Brasilien, Israel, Costa Rica, Malta – viel herumgekommen ist er schon in seinem noch jungen Fußballerleben und im vergangenen Sommer im Ellenfeld gelandet, um bei der Borussia im Seniorenbereich den nächsten Schritt zu machen. Heute feiert er Geburtstag: Unsere Nummer 11 Frissell Hunter.

Geboren wurde er vor exakt 22 Jahren. Seine Wurzeln mütterlicherseits liegen in Nigeria,  der Heimat der „Super Eagles“, einer der erfolgreichsten afrikanischen Nationalmannschaften: 1980, 1994 und 2013 Afrikameister, seit 1994 mit Ausnahme 2006 in Deutschland stets bei Weltmeisterschaften qualifiziert, Victor Agali (Hansa Rostock, Schalke 04), Viktor Ikpeba (Borussia Dortmund), Chinedu Obasi (TSG Hoffenheim, Schalke 04), Sunday Oliseh (1. FC Köln, Borussia Dortmund, VfL Bochum), Taribo West (1. FC Kaiserslautern) bekannte Stars aus der Bundesliga. Kein Wunder, dass die Mutter aus dem fußballverrückten Land den jungen Frissell schon früh („wahrscheinlich noch vor meiner Erinnerung!“) gemeinsam mit seinem 2 Jahre jüngeren Bruder Nyger kicken lässt und die Geschwister dem Spiel mit dem runden Leder regelrecht verfallen! Auch wenn sich er zwischenzeitlich sich immer wieder in anderen Sportarten erfolgreich ausprobiert – der Fußball wird Frissells Leidenschaft!


Die Hunter-Brüder – auf und neben dem Platz eine Bereicherung für den Teamspirit. (Fotos: -jf-)

Und nicht nur das: Frissell Hunters Leidenschaft, das stellt sich schnell heraus, ist gepaart mit einer großen Portion Talent. Vater Ivan Hunter nimmt die Sache in die Hand. Zusammen mit seinem um zwei Jahr jüngeren Bruder Nyger ist Frissell Hunter schon früh Teil des Georgia Olympic Development-Programms (ODP) in den USA. Die beiden Jungs zählen zu den aufstrebenden Talenten in Atlantas Soccer-Szene. 2012 bekommen die Brüder die Chance, mit Botafogo FR, einem der traditionsreichsten Fußballclubs Brasilien im gleichnamigen Stadtteil von Rio de Janeiro, zu trainieren. „Einer der ODP-Coaches, Gaucho Pinho, der früher selbst in Brasilien für Flamengo und Botafogo gespielt hat, hat uns kontaktiert, weil er den Eindruck hatte, dass Frisell und Nyger talentiert genug seien, für ein Serie-A-Youth-Team in Brasilien zu spielen“, erinnert sich Vater Ivan Hunter. „Nervous, anxious, excited“ – so beschreiben die beiden 2013 in einem Beitrag auf der Internet-Seite topdrawersoccer.de ihre Gefühle vor dem Trip nach Brasilien. In einem zweiwöchigen Probetraining können die Hunter-Brothers gefallen und werden für eine ausgedehntere Trainingsperiode erneut eingeladen. „Frissell und Nyger sind absolute Fans des brasilianischen Fußballs. Viele ihrer Fußball-Idole sind Brasilianer“, weiß Ivan Hunter und fügt hinzu: „Die Erfahrung in Brasilien war für die beiden unbezahlbar, hat sie geradezu elektrisiert darauf, immer intensiver zu trainieren, um noch besser zu werden. Aber sie haben dadurch auch gemerkt, welche Opfer junge Fußballer bringen müssen, um ihre Träume von einer Profi-Karriere wahr werden zu lassen.“ Nicht nur in Brasilien haben sich die Hunters Fußball-Erfahrung geholt. Auch in Israel bei Maccabi Tel Aviv und beim FC Utrecht in Holland haben sie schon in Jugendteams trainiert, „einem weiteren Land, in dem der Fokus auf der Entwicklung von technisch begabten jungen Fußballern liegt“ – das ist Ivan Hunter für seine Söhne wichtig.

Wichtig ist auch ein Vorbild. Cristiano Ronaldo heißt der Fußballer, an dem sich Frissell Hunter orientiert. Der Grund: „Weil er den Spielertyp verkörpert, der hart arbeitet, um jeden Tag besser zu werden, der seine Mannschaftskameraden antreibt und motiviert, das Bestmögliche aus sich herauszuholen.“ Züge, die Björn Klos an seinem Schützling ebenfalls erkennt: „Frissell arbeitet konsequent an seiner Fitness, ist sehr ehrgeizig und wissbegierig. Fast nach jedem Training kommt er zu mir und fragt nach Strategien, wie er sich verbessern könne. Er schiebt auch schon mal Sonderschichten, um an seinen Schwächen zu arbeiten.“ Und die wären? „Das Spiel gegen den Ball, Taktik, Laufwege und geschickter Einsatz seines starken Körpers – das sind Bereiche, in denen er schon Fortschritte gemacht hat, aber noch Luft nach oben ist. Das weiß er auch selbst“, analysiert Borussias Trainer, der sich aber sicher ist, „dass Frissell sein Potential im zweiten Jahr im Ellenfeld weiter entwickeln wird, weil er eine entscheidende Voraussetzung besitzt: Den unbedingten Willen, besser zu werden!“

Wichtiger Baustein im neuformierten Borussia-Team: Frissell Hunter. (Foto / Bearbeitung: -jf-)

Die Tatsache, dass der jetzt 22jährige seinen Vertrag vorzeitig verlängert hat, darf als Signal dafür gewertet werden, dass der Stürmer sich im Borussen-Trikot sehr wohl fühlt. Das sagt er auch ausdrücklich selbst: „Björn Klos und allen, die mir die Chance gegeben haben, hier zu spielen bin ich sehr dankbar. Ich bin sehr zufrieden und glücklich, hier zu sein. Die Atmosphäre im Team ist gut, wir haben einen guten Spirit.“ Daran hat Frissell Hunter auch selbst einen großen Anteil, denn sein Trainer schätzt über das Sportliche hinaus auch die menschlichen Qualitäten des Amerikaners: „Frissell bringt sich sehr gut in das Mannschafsgefüge ein, ist immer höflich, respektvoll, motiviert und denkt stets positiv, auch wenn er noch nicht so viele Einsatzzeiten hatte.“

Was hat sich das Geburtstagskind für die kommende Zeit vorgenommen? „Noch ein paar Tore zu schießen, der Mannschaft möglichst oft zum Sieg zu verhelfen, vielleicht auch, sollte die Saison fortgesetzt werden, noch unter die Top Five der Liga zu kommen und im Saarlandpokal das Halbfinale zu erreichen“, sagt Frissell Hunter, der sich in seiner Freizeit gerne dem Roller-Skating widmet und auch ein Faible für Computer-Programmierung, Musikproduktion und Drohnen-Navigation hat. Doch heute ist erstmals feiern angesagt – happy birthday, lieber Frissell, alles Liebe und Gute, vor allem: Bleib gesund! Das wünscht die ganze Borussen-Familie! (-jf-)

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