Verstärkung für Borussias E-Jugend

Das Training am vergangenen Montag werden die E-Jugendlichen der Borussia nicht so schnell vergessen. Denn das Trainerteam sollte Verstärkung bekommen. Mit Spannung warteten die Kinder am Eingang der Ferraro-Sportarena, die Augen funkelten voller Erwartung. Schließlich war es so weit – zwei zusätzliche Übungsleiter betraten das Gelände: Frissell und Nyger Hunter.

„Um das Training mit der Vielzahl an Kindern auf vernünftigem Niveau zu halten, haben sich die beiden Hunter-Brüder bereit erklärt, das Trainerteam unserer E-Jugend zu unterstützen“, berichtet Michael Raber, der aufgrund des großen Zulaufs schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einer Erweiterung des Übungsleiterteams ist. Kaum hatten die beiden US-Boys den Kunstrasen betreten, wurden sie von den Kids voller Freude umringt und zur Begrüßung erst einmal abgeklatscht. Dann ging es auch gleich zur Sache. Hochmotiviert und mit viel Spaß gestalteten Frissell und Nyger Hunter die verschiedenen Übungsformen und konnten dabei die jungen Borussen mit ihrer Leidenschaft am Fußball begeistern. „Zu jeder Zeit spürte man die unbändige Lust am Ball. Die Kinder haben nicht schlecht gestaunt, was die beiden mit dem runden Leder können“, hat Michael Raber beobachtet. Kein Wunder, haben die Hunter-Brüder, die mit ihrem Talent schon früh in Atlantas Soccer-Szene die Aufmerksamkeit auf sich zogen, doch eine ausgesprochene Vorliebe für den brasilianischen Fußball. Dort in Basilien haben sie auch schon trainiert und gespielt bei Botafogo, einem der traditionsreichsten Fußballclubs Brasiliens in dem gleichnamigen Stadtteil von Rio de Janeiro. Der Spaß der Hunter-Brüder übertrug sich auch gleich auf die jungen Borussen, die mit großer Begeisterung dem runden Leder nachjagten und sich schon jetzt auf die nächste Trainingseinheit mit Frissell und Nyger Hunter freuen.

„Dass sich die beiden Spieler der ersten Mannschaft beim Training der E-Jugend engagieren, ist wieder ein Beweis dafür, dass wir als Borussen-Familie sehr gut funktionieren und uns gegenseitig unterstützen“, bewertet Michael Raber die Aktion, die zudem für eine engere Verzahnung zwischen Nachwuchs- und Seniorenbereich sorgt – und das, wie das Training am Montag zeigen konnte, nicht nur sportlich, sondern auch menschlich. Das passt exakt zur Einschätzung von Trainer Björn Klos, der große Stücke auf die beiden hält und sein Gesamtbild wie folgt zusammenfasst: „Sie haben sich sehr gut integriert, sind lernwillig und aufnahmebereit, zudem fleißig am Deutsch-Lernen, immer hilfsbereit und engagiert!“ Eins steht fest: Frissel und Nyger Hunter haben ganz sicher ein paar Fans mehr gewonnen, wenn sie im nächsten Heimspiel der Borussia (Samstag, 28. September, 15.00 Uhr) gegen den FV Eppelborn auf den grünen Rasen des Ellenfeld-Stadions einlaufen! (-jf-)

4 Kommentare

  1. Gibt es etwas, das noch schöner ist? Zwei Exoten, darüber hinaus begnadete Fußballspieler, erklären sich bereit, Jugendmannschaften der Borussia und ihren Trainern in Sachen Fußball zur Seite zu stehen. Mir fehlen die Worte, ich bin gerührt.

  2. Tolle Sache ,und nicht an Aussagekraft zu überbieten😁
    Wenn das in Deutschland schule macht ,besteht Hoffnung
    für bessere Talente ,die aus eigenen Reihen Träume wahr werden lassen , und die Tradition am Leben halten immer im Ellenfeld
    auflaufen zu dürfen , wie die vielen Vorbilder die Insider noch kennen und lieben !
    Stellvertretend nur zwei : Stefan Kuntz und Jay Jay Okocha ,der
    einer der Weltbester Virtuosen am Ball war und noch ist ❣️❣️❣️⚽

  3. Lieber Leo,
    die Zeiten, in denen Menschen mit andere Hautfarbe als Exoten bezeichnet wurden, sind Gott sei Dank Geschichte.
    Bitte schau mal durch eine Wolkenlücke und vielleicht kannst du auch mit dem Chef da oben sprechen, damit das auch zukünftig so bleibt.

  4. EXOTE – exotisch, kommt aus dem Griechischen und bedeutet nichts anderes als fremdländisch, besonders aus den Tropen (DUDEN – das Fremdwörterbuch) und beinhaltet -zumindest bei mir- nichts, aber dann auch gar nichts Herablassendes. Der „Chef“ hat sich dafür sogar aus seinem Sessel erhoben und mich von der „Sünde“ Fremdenfeindlichkeit freigesprochen.

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