Trauer um Lucas Hector †

Das Fußballsaarland trägt Trauer. Zum zweiten Mal binnen weniger Monate beklagt die Saarlandliga ein zweites Todesopfer. Nach Yannick Nonnweiler von den Sportfreunden Köllerbach, der im August des vergangenen Jahres plötzlich verstarb, wurde Lucas Hector am Sonntagabend leblos in seiner Wohnung aufgefunden. Was beim 31jährigen Stürmer des SV Auersmacher zum Tode geführt hat, ist derzeit noch unklar. Nach Informationen der „Saarbrücker Zeitung“ hatte Lucas Hector zuvor bei einem Radausflug über Unwohlsein geklagt. Noch im Sommer spielte Lucas Hector im Finale des JOST+PILGER Cups in Quierschied gegen die Borussia.

Lucas Hector hatte zu seinem ein Jahr jüngeren Bruder Jonas ein sehr enges, ja geradezu inniges Verhältnis. Der Nationalspieler des 1. FC Köln war, wenn immer es ging, bei den Heimspielen von Lucas Hector in Auersmacher dabei. Umgekehrt fieberte Lucas regelmäßig als FC-Fan auf den Tribünen des Rhein-Energie-Stadions mit, wenn der Bruder in der Bundesliga oder gar im Trikot der deutschen Nationalmannschaft auflief. In jüngeren Jahren spielten beide gemeinsam für ihren Heimatverein SV Auersmacher, mit dem sie 2009 auch in die Oberliga aufstiegen. „Wir haben uns immer gegenseitig zu Höchstleistungen motiviert“, sagte Jonas Hector einmal in einem Interview 2014. Vorbild war der ältere Bruder für den Kölner Außenbahnspieler allerdings nicht: „Da gab es andere. Wenn Lucas sechs oder sieben Jahre älter gewesen wäre, wäre das vielleicht anders gewesen. So war es der Ansporn, besser zu sein als er.“

Lucas Hector kann man mit Fug und Recht als Auersmacher Urgestein bezeichnen. Er gehörte stets zu den Leistungsträgern der Grün-Weißen, galt dank körperlicher Präsenz als unangenehmer Gegenspieler und konnte sich durch enorme Torgefährlichkeit auszeichnen: In den vergangenen drei Jahren erzielte Lucas Hector in 69 Spielen 35 Treffer – eine beeindruckende Bilanz! Dabei hatte der kräftige Fußballer erst vor einigen Jahren sein Stürmerblut entdeckt, als er aus personellen Gründen in der zweiten Mannschaftt des SV Auersmacher zum Offensivspezialist „umgeschult“ wurde und in der Spielzeit 2015/16 in der Verbandsliga Südwest in 30 Partien 39mal ins Schwarze traf! Einer größeren Fan-Gemeinde war Lucas Hector im Rahmen einer Club-Dokumentation des 1. FC Köln („24/7 FC“) bekannt geworden, nachdem Jonas seinen Bruder bei einem Heimspiel des SV Auersmacher besuchte und die Kameras ihn ins Saarland begleiteten.

Die Borussia trauert mit der Familie von Lucas Hector und mit dem SV Auersmacher und wünscht viel Kraft und Trost in diesen schweren Momenten. Auch im Ellenfeld, in dem Lucas Hector manch erfolgreiche Auftritte hatte, wird man den Mann mit der Nummer 15 auf dem Rücken seines grünen Trikots nicht vergessen. Ruhe in Frieden, Lucas!

Dein Bild wird nie verblassen,

wir tragen´s für immer bei uns.

Auch wenn´s über die Jahre die Farbe verliert,

Du bleibst für immer ein Teil von uns.

Wir schließen Dich ein in unsere Gedanken,

die Erinnerung an Dich heben wir uns auf

und halten sie fest wie eine Blume,

die nicht welken mag.

(Silbermond – Ein Teil von mir)

Zur Erinnerung an Lucas Hector †

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